6.2.1 Verknüpfungen der organischen Chemie mit dem Alltag, der technischen Welt und der belebten Natur aufzeigen
Unterrichtsmaterial zum Lernziel: Die Maturandinnen und Maturanden können Verknüpfungen der organischen Chemie mit dem Alltag, der technischen Welt und der belebten Natur aufzeigen.
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Bindungs- und Reaktionsenergie – interaktive Lernmodule zur Energetik chemischer Reaktionen
Ein ausführliches, interaktives Online-Material, in dem Lernende Schritt für Schritt Bindungsenergien kennenlernen, Faktoren ihrer Grösse untersuchen und daraus Reaktionsenergien berechnen. Es kombiniert anschauliche Modelle (Schwingung, Lennard-Jones-Potential, Videos) mit direkten Eingabeaufgaben und Alltagsbezug (Treibstoffe, Fett vs. Zucker, Zugvögel, bakterieller Motor). Am Ende werden Brücken zur Stabilität organischer Moleküle und zu Reaktionsmechanismen geschlagen.
Kohlenhydrate – Leitprogramm in Chemie
Selbstständig zu bearbeitendes Leitprogramm zu den Kohlenhydraten (Mono-, Disaccharide, Polysaccharide, fakultativ Stereochemie) mit klarer Fundamentum/Additum-Gliederung. Verbindet verständliche Theorie mit regelmässigen Aufgaben inkl. Lösungsordner, eigenen Laborexperimenten, einem Degustationsexperiment, Videosequenzen und einem Molekülbaukasten. Zugewiesene Lernziele, Kapiteltests und ein lebensnaher Einstieg (Brot, Schoggi, Sportler-Traubenzucker) machen es zu einem fast vollständigen, motivierenden Unterrichtspaket.
Licht und Materie – Nutzung von Sonnenenergie
Umfassende Unterrichtseinheit (ca. 24 Std., neun einsetzbare Einzelmodule) zur photochemischen Anregung von Elektronen und deren Nutzung in Solarzellen, Fotosynthese, Sehvorgang und Fotografie. Jedes Modul enthält Lernaufgaben mit Lösungen, Einführungspräsentation und detaillierte Praktikumsunterlagen, u.a. Bau einer eigenen TiO₂-Solarzelle und Säulenchromatographie von Blattpigmenten. Didaktisch vollständig und mit starkem Praxis- und Alltagsbezug konzipiert; die Qualität hängt an den hier nur beschriebenen, nicht einsehbaren Modulunterlagen.
Schülerexperiment: Polymilchsäure (PLA) – Synthese eines Biokunststoffs
Detaillierte, erprobte Anleitung für ein Schülerexperiment zur Polykondensation von Milchsäure zu PLA mit Verlaufskontrolle (pH-Wert, Tropfentest, Wassertest) inklusive Lösungen und Entsorgungshinweisen. Dazu ein Zusatzexperiment zu Kunststoffadditiven (Farbstoffe, Magnetit, Nachleuchtpulver) und ein alternativer Auftrag mit Skelettformeln. Der Alltagbezug (abbaubarer Kunststoff, 3D-Druck-Filament) macht das Material lebendig; gepaart mit konkreten Aufgaben und Lösungen liegt es im oberen Band.
Herstellung eines Celluloseacetat-Wasserfilters
Detaillierte Versuchsanleitung für Lehrpersonen zur Herstellung einer Mikrofiltrationsmembran aus Celluloseacetat mit Alltagsutensilien (Standmixer, Spiegel, Klebeband). Die Membran wird anschliessend getestet: ungelöste Pigmente werden zurückgehalten, gelöste Farbstoffe passieren. Enthält Hintergrundwissen zu Polymeren, Mischbarkeit, Säure/Base und globalem Bezug (Trinkwasserversorgung).
Ethanol – vom Stoff zur Volksdroge
Ausführliches, materialreiches Dossier zu Ethanol: physikalische Daten, Geschichte, physiologische Wirkung, Alkoholismus, Aufnahme und Abbau im Körper mit Toxikologie (LD50, MAK, Promilleberechnung nach Widmark) sowie kinetische Betrachtungen (Reaktion 0. und 1. Ordnung). Enthält Aufgaben mit Lösungen und ein Glossar. Sehr starker Alltagsbezug, verbindet Organik, Toxikologie und Kinetik anhand eines Stoffes, der Schüler:innen konkret betrifft.
Dünnschichtchromatographie von Schmerzmitteln
Praktikumsanleitung zur Dünnschichtchromatographie, mit der Schülerinnen und Schüler die Wirkstoffe unbekannter Schmerzmittel identifizieren und die Reinheit ihrer selbst synthetisierten Acetylsalicylsäure überprüfen. Dazu kommt eine kritische Beurteilung der Präparate auf Basis eines Infotexts über Wirkungsweisen, Vorteile und Risiken der Wirkstoffe.
OC II: Alkohole und weitere Stoffklassen (Schwerpunktfach Skript)
Umfangreiches Schwerpunktfach-Skript zu Alkoholen, Aldehyden und Ketonen mit Nomenklatur, zwischenmolekularen Kräften, Oxidationschemie, Nachweisreaktionen und Alkoholabbau im Körper. Enthält sechs Laborversuche, zahlreiche Aufgaben (teils mit Lückentext-Lösungen) und Alltagsbezüge wie Alco-Test und Fettleber.
Polystyrol giessen – Polymer-Kunststoffe
Praktischer Werkstatt-Experimentierauftrag: Schüler:innen giessen einen eigenen Gegenstand in zwei Schichten in Polystyrol ein und untersuchen dabei die radikalische Polymerisation. Die beigefügten Fragen mit vollständigen Lösungen behandeln Strukturformeln, den Radikalkettenmechanismus, van-der-Waals-Kräfte, Amorphität und die Wirkung des Trennmittels. Ein weiter Bezug zur Lebenswelt (Radikale, Alterung, Kosmetikwerbung) und ein attraktives Endprodukt machen das Material lebendig.
Selektive Inhibitoren – Interaktives Docking von Medikamenten in Enzymtaschen
Interaktive Übung, in der Lernende Moleküle A–E selbst in die Bindetaschen der Dihydropteroat-Synthase (DHPS) und der Carboanhydrase (CA) docken und so Zusammenhänge zwischen Molekülstruktur, Bindung und selektiver medikamentöser Wirkung entdecken. Ausführliche Schritt-für-Schritt-Anleitung für Maus- und Touchsteuerung, Vorhersage-Überprüfungs-Zyklen mit Sofortkontrolle, Oberflächen- und Wasserstoffbrücken-Darstellung sowie ein Bezug zu echten PDB-Strukturen (3TZF, 6RL9). Das Material ist der Werkzeug- und Arbeitsauftragsteil einer grösseren Sequenz und setzt eine vorherige Aufgabe zu Sulfanilamid voraus.
Sulfamethoxazol als selektiver Inhibitor – Molecular Docking
Ein interaktives Docking-Praktikum: Lernende positionieren das Antibiotikum Sulfamethoxazol in den katalytischen Zentren von bakterieller DHPS und menschlicher Carboanhydrase und dokumentieren per Screenshot, weshalb Selektivität (wenig Nebenwirkungen) entsteht. Detaillierte Bedienungsanleitung (Maussteuerung, Ausrichtung, Wasserstoffbrücken, Bindetaschen-Darstellung) und eine klare Aufgabenstellung machen es direkt einsetzbar.
Sulfanilamid als Antibiotikum – interaktives Docking mit Jmol
Interaktive Übung, in der Schüler:innen mit einem Jmol-Molekülmodell den Inhibitor Sulfanilamid in die Dihydropteroat-Synthase «docking» und dabei verstehen, wie Antibiotika Enzyme blockieren. Vorüberlegung zu strukturellen Ähnlichkeiten und Wasserstoffbrücken, dann eine gut gegliederte Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Maussteuerung und Überprüfung der Lösung.
Sulfonamide als Antibiotika — Die Bedeutung der Folsäure
Ein umfassendes Arbeitsblatt zur biochemischen Rolle der Folsäure (DNS-Basen- und Methionin-Synthese) und zum Wirkungsmechanismus der Sulfonamide und Antifolate als Antibiotika, inklusive historischem Kontext (Prontosil, Domagk) und aktuellem Alltagsbezug (Folsäureanreicherung, Bactrim). Enthält 15 Aufgaben mit integrierten Lösungen sowie eine zusammenfassende Lückenübung.
Lotus-Effekt – Selbstreinigende Oberflächen: Theorie, Experimente und Übungen
Ausführliches Unterrichtspaket zum Lotuseffekt: anschauliche Erklärung des Naturphänomens (Mikro-/Nanostruktur, Hydrophobie, Oberflächenspannung), Darstellung technischer Anwendungen (Wandfarbe, Textilien, Schiffsrümpfe) sowie sechs umfassende, teilweise spektakuläre Schülerexperimente inklusive Beschreibungen der zu erwartenden Beobachtungen. Ergänzt durch ein PC-Arbeitsblatt mit Begriffssammlung und Übungsfragen (mit Lösungen bei ausgewählten Aufgaben).
Carboanhydrase: Partnerarbeit
Ausführliche step-by-step Anleitung für Schüler:innen, mit dem SwissPDB-Viewer die Carboanhydrase, ihr aktives Zentrum und Enzymhemmer (Sulfonamide) auf molekularer Ebene zu erkunden. Enthält Lernaufgaben mit Musterlösungen zum kompetitiven Hemmungsmechanismus, H-Brücken und zum manuellen Docking eines Medikamentenstoffs.
Einfache Versuche mit Lebensmitteln: Kunsthonig, Karamell und Margarine
Ein Praktikums-Handout aus Biel (2003) für den Grundlagenunterricht, in dem Schüler:innen mit Alltags-Lebensmitteln experimentieren: Karamell herstellen, «explodierende Bonbons», Kunsthonig aus Sacharose, der Fehling-Test zur Unterscheidung und eine eigene Wasser-in-Öl-Emulsion als Margarine. Der Bezug zur Alltagserfahrung (essen, schmecken, Brötchen) macht das Material lebendig; die Bearbeitungshilfen für Beobachtung und Auswertung sind aber nur als Lückenblatt vorhanden, ohne eigene Lösungsangaben.
DDT: Geschichte einer Umweltchemikalie – Unterrichtseinheit mit Vortrag und Dateninterpretation
Ausgearbeitete Unterrichtseinheit zum Schwerpunktfach Biologie und Chemie: Ein 20-minütiger Vortrag erzählt dramaturgisch den Aufstieg und Fall des Insektizids DDT (Nobelpreis, Nahrungsketten-Anreicherung, Rachel Carson, Verbot) und verknüpft dies mit dem chemischen Grundwissen zu Lipophilie, Polarität und Stabilität organischer Verbindungen. Den Abschluss bildet eine Gruppenaufgabe, in der Schülerinnen und Schüler echte Forschungsdaten zur Eischalenverdünnung bei Sperbern interpretieren und Gegenargumente suchen. Die Einheit enthält Lernziele, Ablaufplan, eingebettete Denkpausen (Think-Pair-Share) und kommentierte Lösungshinweise zur Aufgabe.
Leitprogramm Erdöl – Selbststudium für das Gymnasium
Ein sorgfältig ausgearbeitetes Leitprogramm zum Thema Erdöl, das die Schüler:innen im Selbststudium durch Gewinnung, Aufteilung in der Raffinerie und Verwendung von Erdölprodukten führt. Es kombiniert Informationstexte mit Kontrollaufgaben samt Lösungsordner, Experimenten, Video- und Internetrecherchen sowie Kapiteltests mit Lösungen. Der persönlich motivierende Ton («Erdöl-Guru», «Chemistry is fun») und die vernetzte Betrachtung (Geografie, Wirtschaft, Umwelt) machen das Routineprogramm lebendig.
Kunststoffe – Dossier für das EF Chemie (Eigenschaften, Herstellung, Recycling)
Ein ausführliches, experimentbasiertes Dossier zum Thema Kunststoffe für das Ergänzungsfach Chemie: Eigenschaften und Verwendung, Einteilung (Thermoplaste, Duroplaste, Elastomere), Synthese durch Polykondensation, -addition und -polymerisation sowie Recycling. Acht nummerierte Experimente (u.a. Superabsorber aus Babywindeln, Nylonfaden, Polystyrol-Synthese) mit Vorgehen, Beobachtungen und ausformulierten Auswertungen; Theorie wiederholt und vertieft Grundlagenfach-Inhalte (zwischenmolekulare Kräfte, Mechanismen, Thermodynamik).
Kunststoffe – Eigenschaften, Herstellung und Recycling (Dossier mit Laborversuchen)
Umfangreiches Dossier für das Ergänzungsfach Chemie, das Kunststoffe aus Struktur, Herstellung (Polykondensation, Polyaddition, Polymerisation) und Recycling behandelt. Enthält acht Laborversuche (u.a. Nylon-Faden, Polystyrol-Synthese, Superabsorber) mit theoretischem Hintergrund, Anleitung und Auswertung sowie Repetition von GF-Stoff (Formelschreibweisen, zwischenmolekulare Kräfte, Thermodynamik).
Maturitätsarbeit: Wasserstoffspeicherung im Metallhydrid
Eine Maturitätsarbeit (2011, MNG Rämibühl, betreut durch die EMPA) zum Thema Wasserstoff als Energieträger und dessen chemischer Speicherung in Metallhydriden. Die Arbeit kombiniert theoretische Grundlagen (Gleichgewicht, Bindungsarten, Thermodynamik, van-'t-Hoff-Gleichung) mit einem eigenen Experiment, bei dem drei Metallhydridspeicher gebaut und auf ihre Eignung für Autos untersucht werden.
Die unglaubliche Geschichte von Jodsalz – Wie drei heldenhafte Ärzte die Schweiz vom Kropf erlösten
Ein journalistisch erzählter Langartikel über die historische Bekämpfung des Jodmangels in der Schweiz: Hunzikers Jodmangel-Theorie, Bayards Feldversuche mit jodiertem Salz und Eggenbergers Überzeugungsarbeit. Er vermittelt anschaulich chemisch-medizinische Zusammenhänge (Jod, Schilddrüse, Spurenelemente) und wissenschaftsgeschichtliche Erkenntnisprozesse – ohne Aufgaben oder Übungen, dafür mit hohem emotionalen und lokalbezogenem Erzählwert.
Trennungsgang, Analytik und Stoffchemie – Praktikumsskript (B. Frese, Uni Gießen)
Ein umfangreiches Praktikumsskript für ein Halbjahrespraktikum: klassischer Kationentrennungsgang mit Anionen- und Kationennachweisen, ein Lernzirkel zu Stoffen und industrieller Grundchemie sowie eine Projektphase. Enthält detaillierte Arbeitsanleitungen, Wiederholungsfragen, Exkurse und Anleitungen für echte Analysen (z.B. einer Münzlegierung oder eines Erfrischungsgetränks). Sehr praxisorientiert, stark experimentell geprägt.
Indigo: Herstellung und Textilfärbung
Ein ausführliches Praktikumsblatt zur Synthese von Indigo aus 2-Nitrobenzaldehyd und Aceton mit anschliessender Färbung von Baumwolle. Es verbindet die organische Synthese mit chemiehistorischen Hintergrundinformationen und Aufgaben zur Stöchiometrie, zum Zusammenhang von konjugierten Doppelbindungen und Farbigkeit sowie zur Löslichkeit von Leuko-Indigo. Ein ansprechendes, praxisnahes Experiment mit echtem Alltagsbezug (Jeans).
Docking-Übung: Wie Sulfanilamid als Antibiotikum wirkt
Interaktive Jmol-Übung, bei der Schüler:innen das Antibiotikum Sulfanilamid Schritt für Schritt in das Enzym DHPS 'docken' und so verstehen, wie es als kompetitiver Inhibitor wirkt. Vorher werden Inhibitor und Substrat über Ladungsverteilung und Struktur verglichen. Anschauliche biochemische Anwendung mit geführter Anleitung und Lösungen.
Sulfanilamid: Antibiotikum mit Nebenwirkungen
Ein geführter, interaktiver Aufgabenteil, in dem Schüler:innen mit einem 3D-Molekülviewer untersuchen, wie das Medikament Sulfanilamid an zwei verschiedene Enzyme (bakterielle DHPS und menschliche Carboanhydrase) bindet. Anhand von Wasserstoffbrücken, hydrophoben Kontakten und sterischen Gegebenheiten entwickeln sie Ideen, wie man das Molekül gezielt zu einem nebenwirkungsarmen Antibiotikum weiterentwickeln könnte.
Sulfamethoxazol als selektiver Inhibitor – Molecular Docking mit Antibiotika
Interaktive Docking-Aufgabe: Schüler:innen untersuchen mit einem 3D-Molekülviewer (drehen, verschieben, docken, Wasserstoffbrücken anzeigen), weshalb Sulfamethoxazol die bakterielle DHPS hemmt, aber nicht die menschliche Carboanhydrase. Sehr gutes Beispiel für Wirkstoffselektivität und Struktur-Wirkungs-Beziehungen mit echtem Alltagsbezug (Antibiotika).
Sulfanilamid: Antibiotikum mit Nebenwirkungen
Ein Aufgabenblatt, in dem Schüler:innen mit einem interaktiven 3D-Molekülmodell untersuchen, wie Sulfanilamid an zwei verschiedene Enzyme (DHPS und CA) bindet. Sie skizzieren Wasserstoffbrücken, hydrophobe Kontakte und sterische Gegebenheiten und leiten daraus ab, wie man ein nebenwirkungsarmes, spezifisches Antibiotikum entwickeln könnte. Authentischer pharmazeutischer Bezug mit produktiven, transferorientierten Aufgaben ohne Musterlösung.
Herstellung eines Celluloseacetat-Wasserfilters
Ausführlich dokumentierter Schulversuch (ETH Zürich), bei dem Schüler:innen mit Alltagsutensilien eine Trinkwasser-Membran aus Celluloseacetat herstellen und deren Filtrationswirkung mit Wasser- und Lebensmittelfarbe testen. Enthält anschauliches Hintergrundwissen zu Löslichkeit, Mischbarkeit und Pickering-Emulsionen, eine detaillierte Schritt-für-Schritt-Anleitung sowie erwartete Beobachtungen mit Erklärungen. Der reale Bezug (Trinkwasserversorgung in Entwicklungsländern, DrinkPure-Produkt) macht das Material besonders motivierend.
Nachweis von Formaldehyd (MBTH-photometrische Bestimmung in Raumluft und Zigarettenrauch)
Praktikumsanleitung der Kantonsschule Baden zur photometrischen Formaldehyd-Bestimmung mit MBTH: Schüler:innen bauen eine Absorptionsapparatur, messen FA in Raumluft und Zigarettenrauch, werten mit Eichkurve aus. Umgeben von motivierendem Kontextmaterial (Spanplatten, Toxikologie, Grenzwerte, Passivrauchen) mit kleinen Verständnisaufgaben.
Bodenozon – Selbststudienmodul mit echten Messdaten
Ein Selbststudien-Modul zur Bildung und zum Abbau von bodennahem Ozon als Beispiel für ein dynamisches Gleichgewicht (Steady State) in der Umweltchemie. Es kombiniert anschauliche Erklärungen, Reaktionsmechanismen mit Radikalen und Gleichgewichtsverschiebungen mit zehn Aufgaben inklusive vollständiger Lösungen und einer Datenanalyse-Exercise mit echten BAFU-Messwerten. Der echte Bezug zur Schweiz (Sommer smog, NABEL-Messnetz, lokale Messdaten) macht das Material besonders lebendig.
TiO₂-Solarzelle: Bau einer Farbstoff-Solarzelle mit Himbeersaft
Ausführliche, praxiserprobte Unterrichtsanleitung (Kantonsschule Baden) zum Bau einer Farbstoff-sensibilisierten Solarzelle nach dem Grätzel-Prinzip, inklusive Theorieeinleitung zur Funktionsweise und Auswertungsaufgaben mit Lösungen. Schüler:innen bauen eine funktionierende Solarzelle aus TiO₂, Früchtefarbstoff und Iod-Elektrolyt und messen Spannung und Wirkungsgrad. Echte Faszination durch den Bezug zu Photosynthese und Everyday-Materialien, für die praktische Durchführung aber eine Lehrperson mit Vorbereitung nötig.
Herstellung einer Glycerinseife – Praktikum
Ein ausführlich ausgearbeitetes Praktikum des Gymnasiums Köniz zur Herstellung eigener Glycerinseifen aus Fetten und Laugen, mit kurzer historischer und chemischer Theorie (Ester, Verseifung, Tensidwirkung), Sicherheits- und Materialangaben, detaillierter Durchführungsanleitung und Auswertungsfragen. Die Lernenden stellen ein gebrauchsfertiges Alltagsprodukt her und untersuchen dessen Waschwirksamkeit, Schaum und pH-Wert.
Seifensieden nach dem Kaltverfahren
Ausführliches Praktikumsdossier zur Verseifung von Fetten mit NaOH nach dem Kaltverfahren, inkl. Theorieteil, Sicherheitsaspekten, detaillierter Anleitung und Auswertungsaufgaben mit Lösungen. Die Schüler:innen stellen eigens kreierte, gefärbte und parfümierte Seifen her und erklären dabei die Waschwirkung von Tensiden. Guter Alltagsbezug und hohe Motivation durch ein eigenes Produkt.
Indigo: Herstellung und Textilfärbung
Ein Praktikumsversuch zur Synthese von Indigo nach Baeyer inklusive vat dyeing eigener Textilien (Baumwolle). Enthält historischen Kontext, kurze Theorie zur vat dyeing (vat dyeing/Redoxchemie) und Aufgaben zu Synthese, konjugierten Doppelbindungen/Farbigkeit, Stöchiometrie (limitierendes Reagenz) und Löslichkeit. Wirklich schönes, anwendungsbezogenes Material – aber ohne Lösungsblätter (nur Aufgabe 2 ist teilweise gelöst).
Effects of Changing Conditions on the Chemical Equilibrium (Self-study Module)
Selbststudien-Modul der Kantonsschule Baden zum chemischen Gleichgewicht: Vorhersageaufgaben zur Konzentrations-, Druck- und Temperaturabhängigkeit, ein Schülerexperiment mit dem Eisen(III)-thiocyanat-Komplex (inkl. Sicherheits- und Entsorgungshinweisen) sowie ein ausführlicher Anwendungsblock zur Ammoniaksynthese (Haber-Bosch). Alle Aufgaben sind mit vollständigen Lösungen versehen.
Is Sugar Toxic? – Gary Taubes über Zucker und Fructose-Stoffwechsel
Langer journalistischer Essay (New York Times Magazine) über Robert Lustigs These, Zucker sei ein Toxin. Er erklärt die Biochemie des Fructose-Stoffwechsels, Insulinresistenz und metabolisches Syndrom und ordnet die Forschungsgeschichte seit Yudkin und Keys ein. Für den Chemie-Unterricht eignet es sich als kontextreicher Lesetext zu Zuckerstoffwechsel und Dosis-Wirkungs-Fragen, enthält aber keine Aufgaben.
Die Kraft des Leuchtens – Lumineszenz und Fluoreszenz an ausgewählten Beispielen (Jugend forscht)
Eine Jugend-forscht-Facharbeit, die Fluoreszenz, Chemolumineszenz und ihre forensischen Anwendungen (Fingerabdruck- und Blutspurennachweis) anschaulich erklärt und mit neun selbst durchgeführten Experimenten inklusive Protokollen untermauert. Starke Alltagsbezüge wie Tonic Water, Knicklichter, optische Aufheller und die Disco-Schwarzlicht-Szene machen das Thema greifbar. Die Theorie geht bis zu π-π*-Übergängen, Singulett-Zuständen und dem Luminol-Mechanismus.
Wirkstoffe aus dem Spiegelland – Aptamere und Spiegelmere als neue Wirkstoffklasse
Populärwissenschaftlicher Artikel über die Wirkstoffklasse der Spiegelmer-Naturstoffe bzw. Aptamere mit den Beispielen NOX-B11 (Übergewicht/Ghrelin), Macugen (Makuladegeneration) und NOX-A12/NOX-E36. Der zentrale Teil ist die Doppel-Spiegel-Trick-Idee, wie das Stereochemische Konzept der Chiralität praktisch zum Verhindern enzymatischer Abbauprozesse eingesetzt wird. Der Text ist motivierend und lebendig, enthält aber keine expliziten Übungsaufgaben oder formale Struktur für den Unterricht.
TiO₂-Solarzelle (Grätzel-Zelle) – Praktikumsanleitung
Anleitung zur selbstständigen Herstellung einer Farbstoff-Solarzelle nach dem Grätzel-Prinzip mit einfachen Mitteln (TiO₂, Himbeersaft, Graphit). Der erklärende Teil behandelt Aufbau und Funktionsweise der Zelle, der experimentelle Teil führt Schritt für Schritt durch die Praktikumsdurchführung mit anschliessender Auswertung von Spannung, Strom und Wirkungsgrad. Eine kurze Aufgabenstellung regelt zur Reflexion und Optimierung an.
Zusatzstoffe in Lebensmitteln (Leitprogramm)
Ein Leitprogramm über Lebensmittel-Zusatzstoffe (E-Nummern), das deren Funktionen, chemische Strukturen und toxikologische Beurteilung behandelt. Es verknüpft Alltagsbezug (Lebensmitteldeklaration) mit Kernthemen des Chemieunterrichts wie Salzbildung, Neutralisation, Oxidationszahlen, Ester und Emulgatoren. Enthält zahlreiche Aufgaben sowie zwei einfache Versuche (Apfelbräunung, Emulsion).
Medizinische Chemie – Wirkstoffe, pH-abhängige Löslichkeit und Arzneistoffentwicklung
Umfassendes Skript zur medizinischen Chemie für das Grundlagenfach Chemie: Es erklärt molekulare Grundlagen der Arzneistoffwirkung (Targets, Wechselwirkungen, ADME), leitet die Henderson-Hasselbalch-Beziehung her und behandelt pH-abhängige Löslichkeit mit einem Experiment zur Benzoesäure sowie Anwendungsbeispielen (HIV-Medikamente, Lidocain, Paracetamol).
Polystyrol giessen – Polymer-Kunststoffe
Praktikumsanleitung, bei der die Schüler:innen mit Styrollösung und MEKP-Härter einen eigenen Gegenstand in Polystyrol einbetten, mit ausführlichen Sicherheitshinweisen. Die zugehörigen Auswertungsaufgaben (Radikalische Polymerisation, Einfluss der Starterkonzentration, amorph/kristallin, Zustände) werden mit Lösungen bereitgestellt. Der Bastelbezug zum Alltag der Lernenden und die hinterfragenden Aufgaben machen das Praktikum lebendig.
Arbeit im Labor: Sicherheitsregeln und Synthese von Fluorescein
Praktikumsunterlagen für ein Einstiegspraktikum: Laborsicherheit, Verhaltensregeln, Gefahrenkennzeichnung (GHS) sowie eine detaillierte Versuchsvorschrift zur Synthese von Fluorescein mit anschaulichen Alltagsbezügen (Augendiagnostik, Hölloch/Zürichsee). Das Konzept der konjugierten Doppelbindungen und der Fluoreszenz wird anschaulich eingeführt und mit Auswertungsaufgaben vertieft.
Aspirin-Synthese im Labor
Ein Laborversuch zur Synthese von Aspirin aus Salicylsäure mit anschliessender Reinigung durch Umkristallisation. Das Material enthält eine historische Einführung, detaillierte Arbeitsanleitung mit Sicherheitsangaben sowie Auswertungsaufgaben zur Ausbeutebestimmung. Didaktisch praktisch gut aufgebaut, aber didaktisch anspruchsvoll wird es vor allem durch die Einbindung eines realen Alltagsprodukts.
DDT: Geschichte einer Umweltchemikalie – Vortrag und Datenübung
Ausgearbeiteter Lehrervortrag mit Folien, Aktivierungen und einer Gruppenübung zur Eischalendicke von Sperbereiern, eingebettet in eine Doppelstunde Umweltchemie zum Schwerpunktfach Biologie und Chemie. Chemische Grundlagen (Lipophilie, Stabilität, zwischenmolekulare Kräfte) werden mit der historischen Fallstudie DDT verknüpft; die Schüler:innen interpretieren selbst Forschungsdaten und diskutieren pro/contra. Didaktisch rund, mit Pause-Aktivierungen, aber als Vortragsmanuskript primär lehrerzentriert.
Erdöl – Leitprogramm für die Chemie
Zusammenfassung
Grundlagen der organischen Chemie – Leitprogramm
Umfangreiches selbständiges Leitprogramm zur organischen Chemie (Kohlenwasserstoffe, Nomenklatur, Alkane, Halogenalkane und weitere Stoffklassen) mit kurzen Erklärtexten, strukturieren Lernzielen, regelmässigen Aufgaben mit integrierten Lösungen, Buch- und Internetlektüre sowie Laboranleitungen. Der Einstieg ist alltagsnah (Heilmittel, Lebensmittel, Kunststoffe) und die Mischung aus Lesen, Ausprobieren, Experimentieren und Selbstkontrolle macht das Material lebendig; über weite Strecken bleibt es aber ein solides, eher routiniertes Übungskonzept.
Grundlagen der organischen Chemie – Leitprogramm
Selbstständigkeitsorientiertes Leitprogramm für den organischen Chemie-Grundlagenunterricht der Sekundarstufe II, das mit dem Praktikumsunterricht alternierend eingesetzt wird. Im gezeigten Auszug steht nur das Vorwort mit Entstehungskontext (fehlende Praktika, Übernahme von Texten aus Lehrbüchern und Internet) – der eigentliche fachliche Inhalt ist hier nicht sichtbar. Als Konzept ist es solide und erprobt, aber ohne erkennbare Aufgaben, Beispiele oder Erklärungen nur begrenzt beurteilbar.
Herstellung von Gummibärchen
Praktikumsanleitung zur Herstellung von Gummibärchen im Chemielabor: Die Lernenden spalten Saccharose zu Invertzucker, quellen und schmelzen Gelatine und giessen eine aromatisierte Bärenmasse. Das Material verbindet Lebensmittelchemie (Hydrolyse, Kollagenstruktur, Sol-Gel-Übergang, Wasserstoffbrücken) mit einer anschaulichen Alltagsanwendung.